Gelatine für Weichkapseln.

Weichkapseln werden in einem Arbeitsgang geformt, gefüllt und verschlossen. Der Name Weichkapsel kommt daher, dass die Hülle neben Gelatine noch Weichmacher enthält. Die tatsächliche Weichheit und Elastizität hängt von der Menge und Art des Weichmachers, der Restfeuchte und der Dicke der Kapselhülle ab. Weichkapselhüllen besitzen in der Regel dickere Wandstärken als Hartkapselhüllen. Als Weichmacher kommen Glyzerin, Sorbit oder eine Kombination von beiden Produkten zum Einsatz. Die Herstellung von Weichkapseln erfolgt im Allgemeinen nach dem Rotary-Die-Verfahren, das Ende der 20er Jahre von Robert Pauli Scherer erfunden wurde: Dabei werden zwei eingefärbte hochelastische Gelatinebänder durch zwei Formwalzen geführt. Im Entstehen werden die Kapseln simultan mit den pharmazeutischen Wirkstoffen befüllt.

Eine technologische Neuentwicklung auf dem Gebiet pharmazeutischer Zubereitungen stellen die gelatinebeschichteten Tabletten (Caplets) dar. Dabei werden Tabletten mit Hilfe eines Tauchverfahrens in einer Gelatinelösung beschichtet und anschließend getrocknet. Diese Technologie ermöglicht es, die wirtschaftlichen Vorteile der Tablettenherstellung mit den Vorzügen von Gelatinekapseln für die Patienten zu verknüpfen. Die Firmen der GELITA Gruppe sind der weltweit führende Lieferant von Kapselgelatine für alle Sorten.